
Aufruf der deutschen Bischöfe
zur Solidarität mit den Christen im Heiligen Land
In den Gottesdiensten am Palmsonntag gedenken die deutschen Katholiken in besonderer Weise der Christen im Heiligen Land. Nach wie vor leben viele Menschen in dieser Region unter bedrückenden Umständen. Die politische Zukunft ist ungewiss. So verlieren viele – gerade auch unter den Christen – die Zuversicht, in ihrer angestammten Heimat für sich und ihre Kinder ein Leben in Gerechtigkeit, Würde und Frieden zu finden.
Papst Benedikt XVI. hat zum Abschluss seiner Pilgerreise in das Heilige Land im Mai des vergangenen Jahres gesagt: „Einer der traurigsten Anblicke während meines Besuchs hier war für mich die Mauer. Als ich an ihr vorbeikam, habe ich für eine Zukunft gebetet, in der die Völker des Heiligen Landes in Frieden und Eintracht zusammenleben können, ohne solche Instrumente der Sicherheit und der Trennung zu brauchen, sondern vielmehr in gegenseitiger Achtung und gegenseitigem Vertrauen zueinander sowie unter Verzicht auf alle Formen der Gewalt und Aggression" (Ansprache auf dem Flughafen Tel Aviv, 15. Mai 2009).
So bitten wir am diesjährigen Palmsonntag die Katholiken in Deutschland, gemeinsam mit dem Heiligen Vater für die Kirche im Ursprungsland unseres Glaubens und für alle Menschen der Region zu beten. Eine wichtige Form der Solidarität sind auch Pilgerreisen, bei denen die persönliche Begegnung mit den christlichen Gemeinden gesucht wird. Einmal mehr bitten wir Sie, liebe Brüder und Schwestern, schließlich um Ihre großzügige Spende. Sie hilft den kirchlichen Einrichtungen im Heiligen Land bei ihrem schwierigen Dienst an den Menschen.
Freiburg, den 25. Februar 2010
Die Kollekte wird am Palmsonntag, dem 28. März 2010, gehalten.
Hinweis: Die Kollekte der deutschen Pfarrgemeinden am Palmsonntag ist nach dem Willen der Bischöfe für das Heilige Land bestimmt. Sie ist ein Zeichen der Verbundenheit der deutschen Katholiken mit den dortigen Katholiken, den römisch- katholischen wie auch den katholischen Orientalen.
Träger der Seelsorge sind nach dem Willen der Päpste seit 1342 die Franziskaner, seit dem Jahr 1847 zusammen mit dem Lateinischen Patriarchat (römisch-katholische Erzdiözese), Jerusalem.
Ihre Gemeinden, ihre schulischen und sozialen Einrichtungen, die offen sind für alle ohne Unterschied der Religion, bedürfen unserer besonderen Hilfe. Jede finanzielle Unterstützung ist zugleich eine Ermutigung, in diesen bedrängten Zeiten in der Heimat Jesu auszuhalten.
